Sprachverständnis - Wortschatz - Artikulation - Grammatik
bis 7. Woche
Schreiperiode (Reflexschreie)
6. Woche bis 6. Monat
erste Lallperiode
6. bis 9. Monat
zweite Lallperiode (absichtliche Lautnachahmungen)
Silbenverdopplungen: bababa, mamama
9. bis 12. Monat
Beginn zweckbestimmter Sprachäusserungen, erste Wörter: Mama, Papa, Wau-Wau
13. bis 15. Monat
Erste Wörter: Ball, nein, habenDas Kind erwirbt die Laute: m/ b/ p/ n Beginn gezielter LautbildungEinwortsätze (Fragen durch Betonung): Mama?
ab 2 Jahren
Zwei- und Dreiwortsätze: Papa weg? Is nit das. Nein, will nit.
Erstes Fragealter: Wo? Was?
Das Kind versteht sprachliche Inhalte oder Aufforderungen. Es kann sich auch Personen oder Gegenstände vorstellen und darüber sprechen, wenn sie nicht sichtbar sind.
Wortschatz: bis zu 50 Wörter, darunter Nomen, einfache Verben und Adjektive.
Neue Laute kommen dazu: w/ f/ t/ d
ab 2,5 Jahren
Erster Gebrauch von ich
Zunahme der Mehrwortsätze, Endungen an Nomen und Verben sind noch beliebig: Papa nit spielen, schlafen. Da kommen Mann.
Weiter Laute können gebildet werden: k/ g/ ch
Der Wortschatz nimmt erheblich zu, eigene Wortschöpfungen können auftreten: Meersuggi
ab 3 Jahren
Zu den einfachen Sätzen kommen Nebensätze dazu.
Zweites Fragealter: Warum? Wie? Was? Da ist eine Frau, die guckt aus dem Fenster. Warum?
Das Kind beginnt, schwierige Lautverbindungen zu lernen: bl/ kn/ gr
Das Sprachverständnis wird erweitert. Das Kindhat aufgrund seiner Erfahrung mit den Dingen die Fähigkeit, Vorstellungen aufzubauen. Es weiss, dass Wörter stellvertretend für Dinge stehen.
ab 4 Jahren
Die Bildung komplexer Sätze kann noch fehlerhaft sein. Gestern war ich mit Mama bei Doktor. Die Tropfen, die er mir gegebt hat, sind nicht gut.
Der Wortschatz wächst ständig. Farben und Präpositionen (auf, unter, im, in der) werden verwendet.
Das Sprachverständnis ermöglicht dem Kind, sich bestimmte Dinge vorzustellen und diese in einem Rollenspiel darzustellen. Es kann so tun als ob. Das Kind kann sich auf seine eigenen Vorstellungen verlassen und sich in die Vorstellungen seines Gegenübers hineinversetzen.
Bis auf die Zischlaute s/ z/ x/ sch und den Laut r, sowie schwierige Lautverbindungen beherrscht das Kind die Laute der Muttersprache.
Es kann zu einem "physiologischen Stottern" (lockere Wort- oder Silbenwiederholungen) kommen.
ab 6 Jahren
Jetzt sollten alle Laute korrekt gebildet werden können.
Die Grammatik wird weitgehend beherrscht, Gedankengänge können variiert ausgedrückt werden. Verschiedene Zeit- und Pluralformen sind vorhanden.
Kleine Geschichten werden nacherzählt.
Der Wortschatz ermöglicht einen differenzierten Ausdruck, sogar abstrakte Begriffe werden auf kindlichem Niveau sicher gehandhabt.



